Direkt zum Hauptbereich

Das kostenlose Girokonto gehört der Vergangenheit an

Leistung ohne Gegenleistung, dieses Ideal hat keine Zukunft

Zuerst haben Tageszeitungen mit ihren Plus-Angeboten ihre Kunden auf ihre Abos aufmerksam gemacht.

Jetzt haben die Banken eine Stellschraube entdeckt, an der sie schon lange drehen wollten.

Bislang fehlten dafür objektive Parameter. Die Europäischen Zentralbank (EZB) muss jetzt herhalten.

Die anhaltenden Zinssenkungen der EZB haben 2008 begonnen: die Niedrigzinspolitik der EZB. In einem weiteren Schritt der EZB müssen Geldhäuser für ihre Einlagen auf den Konten bei der Notenbank z. Zt. 0,4 Prozent bezahlen. Dieser Zins ist für das „Parken“ des Geldes bei der EZB gedacht und sollte nicht Teil des Geschäftsmodells einer Bank oder Sparkasse sein. 

Die Bundesbürger sind ein Volk von Sparern. Mit ca. 1,9 Billionen Euro haben sie mehr auf der hohen Kante als irgendeine andere Nation in Europa. Gespart wird immer noch auf Sparbuchkonten. Aber hier fehlt die Verbindung zum Girokonto.

Sind es nicht vielmehr die erhöhten Kosten, die Banken, Genossenschaftsbanken und Sparkassen im Zuge der auferlegten Regulierungsumsetzung bewältigen müssen? Diese Kosten konnten bislang in keiner Weise kompensiert werden.   

Marktteilnehmer haben immer vor diesen hohen Kosten gewarnt. Die Regulierer stört das wenig; sie bringen eine Verordnung nach der anderen. Der Bankenmarkt wird es schon schaffen. 

Bislang wurden Kosten über Entlassungen und Filialschließungen teilweise aufgefangen. Qualifizierte Mitarbeiter wurden vom Bankenarbeitsmarkt genommen. 

Allerdings bedeuten Regulierungsverschriften keinen Einmalaufwand in der G+V. 


Zunächst entsteht ein Aufwand zur Anpassung der IT-Systeme von MiFID II und MiFIR, bis zur Einführung im Januar 2018. Selbstverständlich werden die künftigen laufenden Kosten sich ebenfalls erhöhen. Dazu zählen u. a. die Einhaltung für Beratungs- und Telefonprotokolle und vieles mehr.

Für die Kompensation der Kosten für die Umsetzung und Einhaltung der Regulierungsvorschriften  bietet sich das Girokonto optimal an.

Die Aufregung über die Einführung von Kosten für das Führen von Girokonten ist jetzt groß, aber eigentlich nicht berechtigt. Welche Dienstleistungsbranche bietet Dienstleistungen kostenlos an?

Zwei Fliegen/Kosten mit einer Klappe/Einführung von Kontogebühren schlagen

oder 

Was nichts kostet, ist nichts wert (Albert Einstein, 1879 - 1955, Physiker).


Beliebte Posts aus diesem Blog

BIBBY Financial Services der Factoringpartner von Main-Neckar-CapitalGroup

Main-Neckar-CapitalGroup - Corporate Finance Beratungs Boutique Wir beraten den Mittelstand rund um die Bilanz. Hierzu gehört auch das Factoring von BIBBY Financial Services, ein stets verlässlicher Partner. Sprechen Sie mit uns.



Gesamtüberblick des Angebotes der Main-Neckar-CapitalGroup

Harter oder weicher Brexit

Die Premierministerin Theresa May kann zwischen einem „harten oder weichen“ Brexit entscheiden. Was ist unter diesen beiden Begriffen eigentlich zu verstehen? Bei einem „harten“ Brexit scheidet Großbritannien aus dem Binnenmarkt aus und schließt dann vermutlich ein Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union.Klingt einfach ist es aber nicht.
Sämtliche Vertragswerke müssen neu ausgehandelt und ob dabei alle Handelsbarrieren für Großbritannien vollständig verhindert werden können, bleibt ungewiss.
In diesem Zusammenhang könnte es auch passieren, dass Großbritannien auf die Mindestregelungen der Welthandelsorganisation (WTO) reduziert wird. Der WTO gehören zurzeit 164 Länder an.
„Die WTO-Abkommen berühren nationales und europäisches Recht, da die Mitgliedstaaten sich grundsätzlich verpflichtet haben, ihre nationalen Gesetze ihren Verpflichtungen aus den Welthandelsverträgen anzupassen. So hat sich etwa die Europäische Union durch den Beitritt zur WTO verpflichtet, die „Abkommen und die d…